Businessplan Webdesign

Tipps für die Erstellung eines Webdesign-Businessplan

Wozu eigentlich einen Webdesign Businessplan? Webdesigner können doch sofort loslegen. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt, das technische Equipment nicht allzu teuer. Nun, ob ein Businessplan Webdesign nötig ist, hängt vom Vorhaben ab, sinnvoll ist er allemal.
Im nachfolgenden Interview: Charakteristiken des Businessplans für eine Webdesignfirma.

 

Neben den Ideen und Tipps auf dieser Seite, sollten Sie aus unserer Wissenssammlung zudem folgende Seiten besuchen um sich noch besser vorzubereiten: Unser Leitfaden „Was gehört in einen Businessplan?“ und unsere Informationssammlung zum Existenzgründerzuschuss, insbesondere dem Gründerzuschuss-Businessplan.

Webdesign-Businessplan Tipp Nr. 1: Die gründliche Analyse der Fähigkeiten

Businessplan Webdesigner-Businessplan Webdesign Freiberufler-3Zu Beginn muss die gründliche Analyse der eigenen Fähigkeiten stehen, denn daraus ergeben sich die möglichen Zielgruppen.

Ein Muss sind eine hohe Affinität zu Technik und die Bereitschaft, ständig Neues zu lernen. Ganz selbstverständlich muss ein Webdesigner schon einmal eine Homepage erstellt haben. Hierzu gibt es zwar ganz komfortable Tools, mit denen es möglich ist, ansprechende Seiten zu erstellen. Will man aber wirklich mit Webdesign Geld verdienen, dann sollten HTML, CMS und CSS, WordPress, Joomla, Contao, TYPO3 und wie sie nicht alle heißen keine fremden Ausdrücke sein. Wichtig sind auch die Softskills, um auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können.

Können den Fähigkeiten noch Programmier- und Datenbankkenntnisse hinzugefügt werden, erweitert sich der Kreis der möglichen Zielgruppen beträchtlich.

Ein weiteres, absolutes Muss sind neben kaufmännischen auch Kenntnisse über das Urheberrecht. Hier ist es, zumindest in der Gründerzeit ratsam, sich einen hierauf spezialisierten Anwalt ins Boot zu holen.

 

Webdesign-Businessplan Tipp Nr. 2: Die Zielgruppe

Sind die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten gründlich analysiert, ist es an der Zeit, sich für den Webdesign-Businessplan über die künftige Zielgruppe Gedanken zu machen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Ausgehend von den Kenntnissen und Fähigkeiten, kann man sich fragen, welche Zielgruppe diese nachfragen würde und sich darauf spezialisieren oder man legt zuerst die Zielgruppe fest und fragt sich, ob die bereits vorhandenen Fähigkeiten ausreichen, diese zu bedienen und welche noch erworben werden müssen.

Weiterhin ist zu prüfen, ob die Zielgruppe eher einmalige Arbeitsaufträge vergibt und die Seite anschließend selbst pflegen möchte oder ob eine dauerhafte Pflege durch den Webdesigner gewünscht ist. Müssen Arbeitsaufträge schnell erstellt werden oder ist ein Zeitrahmen vorhanden, in dem man in Ruhe den Arbeitsauftrag abwickeln kann?

 

Webdesign-Businessplan Tipp Nr. 3: Die Analyse der Konkurrenz

Ist die Zielgruppe oder sind die Zielgruppen festgelegt, dann gilt es, die Konkurrenz zu betrachten. Wird dieser Bereich von großen Internetagenturen bedient oder tummeln sich hier viele Freiberufler. Von der Struktur der Konkurrenz hängt es ab, ob ein großes Büro mit entsprechender technischer Ausstattung nötig ist oder ob ein Laptop reicht.

 

Webdesign-Businessplan Tipp Nr. 4: Bevor es losgeht

Businessplan Webdesigner-Businessplan Webdesign Freiberufler-2Die Vorbereitung der Webdesign-Selbstständigkeit hängt davon ab, ob nun das Freiberuflertum oder eine Unternehmensgründung anvisiert ist. Dabei spielt die Zielgruppe und die Konkurrenz eine große Rolle. Wird die Zielgruppe hauptsächlich von großen Internetagenturen bedient, ist zu überlegen, ob die Gründung eines Unternehmens in Betracht kommt. Alternativ kann man sich auch ein Netzwerk aus freiberuflichen Webdesignern aufbauen, mit denen man zusammenarbeitet. Hier sind die Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen.

Vorteile als Freiberufler
Entscheidet man sich, als Freiberufler zu arbeiten, dann ist zu prüfen, ob eine Aufnahme in die Künstlersozialkasse infrage kommt. Dies ist ausgesprochen günstig, besonders dann, wenn in der Anfangsphase wenig verdient wird.
Nachteile als Freiberufler
Wünscht die Zielgruppe z.B. eine 24/7 – Betreuung, ist dies als einzelner Freiberufler schwer zu schaffen und sich ein Netzwerk aufzubauen, welches diesen Anspruch bedienen kann, ist sehr schwer zu koordinieren. Hier empfiehlt es sich, ein Unternehmen zu gründen und entsprechend Personal einzustellen.

Vorteile als Unternehmensgründer
Die Vorteile sind, dass die Arbeit nicht von einem Einzelnen gestemmt werden muss, sondern mithilfe des Personals gemacht werden kann. Außerdem kann geprüft werden, ob bestimmte Fördermaßnahmen in Form von günstigen Büros in Gründerzentren oder günstigen Krediten zur Finanzierung vorhanden sind.
Nachteilig ist sicher der erhöhte Finanzierungsaufwand. Zum einem wird Büroraum benötigt und gutes Personal. Außerdem kommt die Künstlersozialkasse als soziale Absicherung nicht infrage.

 

Webdesign-Businessplan Tipp Nr. 5: Die Standortwahl

Im Grunde genommen ist ein Webdesigner ortsunabhängig. Es gibt bereits digitale Nomaden, die einen vollen Service von jedem Ort der Welt anbieten. Im Falle der Unternehmensgründung stellt nur eine Frage: Ist vor Ort gutes Personal vorhanden und gibt es adäquate Arbeitsräume?

 

Webdesign-Businessplan Tipp Nr. 6: Das Marketing

Als Webdesigner ist eines immens wichtig: Die Internetpräsenz. Hier steht an erster Stelle die eigene Website, die dem potenziellen Kunden zeigt: Hier ist genau das Know-How, das gesucht wird. Des Weiteren ist die Präsenz in verschiedenen sozialen Netzwerken wichtig, um schnell bekannt zu werden. Überlegenswert ist, sich auch in ein Vergleichsportal eintragen zu lassen.

Businessplan Webdesigner-Businessplan Webdesign Freiberufler-1

Webdesign-Businessplan Tip Nr. 7: Die Gründerphase und deren Finanzierung

Das in der Gründerphase zu lösende Hauptproblem ist, dass zahlungswillige Kunden nach Referenzen fragen. Am Anfang sind diese nicht vorhanden. Letztere sind erst zu erarbeiten, wenn es sein muss mit Sonderangeboten. Dies kostet Zeit und die gilt es zu überbrücken. Dabei gilt es, erst einmal die laufenden Kosten zu berechnen. Diese sind als Solo-Webdesigner noch sehr überschaubar.

Bei Unternehmensgründung ist die Erstellung eines professionellen Webdesign-Businessplans auf jeden Fall besonders empfehlenswert. Anschließend muss abgeschätzt werden, wie lange der Aufbau einer Reputation dauert. Gute Schätzungen gehen von ca. 5 Jahren aus, die benötigt werden, bis die Gewinnzone erreicht ist. Dies ist im Businessplan für den Webdesigner zu berücksichtigen.

Eine besondere Herausforderung, finanziert zu werden, entsteht wenn der Webdesign-Businessplan offenbart, dass zunächst die Bewährung als Solofreiberufler geplant ist, um dann ein Unternehmen zu gründen. Besser ist es, wenn das Konzept nach einer Full-Service Agentur klingt, mit mittelfristig 3-4 weiteren Mitarbeitern.
Wir hoffen, dass dieser kurze Text Ihnen geholfen hat. Neben den o.g. Hinweisen sollten Sie auch überlegen, unsere Businessplanberatung in Anspruch zu nehmen oder uns Ihre Markteintrittsstrategie erstellen lassen.