Businessplan Hotel

In die Selbständigkeit mit einem eigenen Hotel starten hört sich sehr verlockend an. Steht doch das Wort „Hotel“ für Freizeit, Erholung, nette Gäste und immer wieder was anderes zu tun. Und genau mit der Aussage „immer was anderes zu tun“ sollten sich Existenzgründer ausgiebig im Vorfeld befassen, wenn sie den Businessplan für ihr Hotel in Angriff nehmen.

Als Hotelier sind Sie (wie auch bei der Gastronomie) Ansprechpartner für Ihre Gäste und Ihr Personal. Ganz gleich, ob es um die Küche, die Wäscherei, den Etagenservice, die Rezeption, die gastronomischen Bereiche oder den Wellnessbereich geht; Sie sind der Entscheider. Dies gilt auch für alle elektrotechnischen und bautechnischen Bereiche. Das Marketing, die Buchhaltung, die Verwaltung sowie die Gespräche mit Steuerberatern, Anwälten und Ämtern sind von Ihnen wahrzunehmen.

 

Im nachfolgenden Interview: Charakteristiken des Businessplans für ein Hotel.

 

Bevor Sie in die umfangreiche und zeitintensive Erstellung Ihres Hotel-Businessplans starten, sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie dieser vielseitigen Herausforderung vom Typ her gewachsen sind, und ob Sie das nötige fachliche Know-how mitbringen. Und denken Sie daran: Selbstständig heißt selbst und ständig. Im Hotelsektor auch an den schönsten Feiertagen.

Dann die nächste Frage: Welche Art von Hotel möchten Sie eröffnen? Ein Boutique-Hotel, ein Budget-Hotel, ein Wellness Hotel, ein Messe- und Konferenzhotel oder doch lieber eine kleine gemütliche Familienpension im Grünen?

Sobald Sie auch diese Frage beantwortet haben, geht es an die Erstellung Ihres Hotel-Businessplans. Können Sie die erforderlichen Kenntnisse in Ihrem Businessplan Hotel per Zertifikat bestätigen, ist dies ebenfalls von großem Vorteil für einen positiven Ausgang Ihrer Finanzierungsgespräche. Deshalb: Immer auch an die Anhänge denken bei der Abgabe der kreditrelevanten Dokumente.

 

Hotel Businessplan-Beispiel-Businessplan-Hotellerie-1Die Erstellung des Businessplans für ein Hotel

 

Hotel-Businessplan Tipp 1: Einsicht in den Hotellerie-Markt

Bezogen auf das Jahr 2014 sind ca. 30.000 Hotels im 1-5 Sterne Niveau zu verzeichnen. Davon sind ungefähr 8.000 von der DEHOGA zertifiziert.
Auf Hotelier.de sind etwa 19.000 Hotels online vertreten.

Der Umsatz beträgt bei 424 Millionen Übernachtungen 25,6 Milliarden Euro.  Der seit längerem zu verbuchende Übernachtungsboom soll lt. aktueller Prognosen weiter anhalten. Diese positiven Marktindikatoren sind Fakten, die einerseits für eine Hoteleröffnung zuversichtlich machen, andererseits auch von starkem Wettbewerb, nicht zuletzt durch die digitale Revolution (AirBnB, Couchsurfing etc.) geprägt sind.

 

Hotel-Businessplan Tipp 2: Ihre Zielgruppe und das Angebot

Welche Gästeklientel soll angesprochen werden?

– Firmen, die Ihr Haus für Konferenzen buchen
– Geschäftsleute, die Ihr Haus für Treffen mit Geschäftsfreunden buchen
– Gäste, die Ruhe und Erholung mit Wellness suchen
– Familien, die es leger und kinderfreundlich mögen
– Tages-, Wochenend- und Eventtouristen
– Durchreisende, die möglichst günstig übernachten möchten
– Gourmetgäste, die das Besondere an Kulinarik suchen

Hotel Businessplan-Beispiel-Businessplan-Hotellerie-4Findet die anvisierte Zielgruppe in die Gegend, in der Sie gerne eröffnen würden? Eine wichtige Frage, die es zu analysieren und zu beantworten gilt. Schließlich bestimmt die Nachfrage Ihr Leistungsangebot und muss sich wiederspiegeln in Ihrem Hotel-Businessplan.

Zum Beispiel Geschäftsleute: Sie bevorzugen ein gewisses Ambiente mit gutem Service und sind weniger preissensibel. Von der Lage her bevorzugen Sie ein Hotel mit Tiefgarage in der Innenstadt oder in der Nähe zu Banken, Verwaltungszentren und anderen administrativen Niederlassungen.

Gäste, die Ruhe und Erholung mit einem ausgeklügelten Wellnessangebot suchen, lieben es ruhiger am Stadtrand oder in der Nähe zu Parks bzw. bewaldeten Regionen.

Ein Kinder- und familienfreundliches Hotel am Stadtrand mit einer guten Anbindung in die Innenstadt und einem umfangreichen Freizeitangebot in der Nähe wird bei passendem internen Angebot (Spielmöglichkeiten und Kinderbetreuung) viele Freunde finden.

Wer als Tourist in Ihre Stadt kommt, um sich diese anzuschauen oder um ein Event zu besuchen, legt viel Wert auf informativen, persönlichen Service bei relativ günstigen Preisen. Die zentrale Lage wird diese Touristen am meisten überzeugen. Durchreisende sind meist mit einem einfachen Zimmer und einem guten Frühstück zum niedrigsten Preis zufrieden.

Gourmetgäste legen Wert auf eine mit Sternen dekorierte Küche in allerbestem Ambiente (luxuriös, elegant oder extravagant). Dieser Standard muss im ganzen Haus vorherrschen, damit diese Gäste sich wohlfühlen und gerne wiederkommen.

 


Hotel-Businessplan Tipp 3: Die aktuelle Konkurrenzsituation

Vergessen Sie nicht, Ihre Konkurrenz genau unter die Lupe zu nehmen. Dazu gehört auch eine Standortanalyse. Die DEHOGA stellt Ihnen gerne entsprechende Statistiken und Stadtteilpläne mit relevanten kartografischen Übersichten zur Verfügung. Damit können Sie abklären, ob Ihr Angebot bereits abgedeckt ist oder eine durchaus berechtigte Chance erhält, sich am Markt zu etablieren.

 

Hotel-Businessplan Tipp 4: Die rechtlichen Rahmenbedingungen

Diese sind nicht nur Teil Ihres Businessplans sondern beinhalten wichtige Regelungen für den Betrieb eines Hotels. Die Gaststättenerlaubnis ist zum Beispiel wichtig, damit Sie auch an auswärtige Gäste Getränke, insbesondere alkoholische, ausschenken dürfen.

Ferner ist den Vorschriften der Bauaufsichtsbehörde zu entsprechen. Bauzeichnungen und Grundrisse müssen auf Verlangen vorgelegt werden. Das Gewerbeaufsichtsamt und das Gesundheitsamt überprüft, ob die Hygienevorschriften in der Küche, der Patisserie, den Lagerräumen für Lebensmittel, der Spülküche, der Wäscherei aber auch in den Gästezimmern wie vorgeschrieben eingehalten werden.

Die wichtigsten Vorschriften sollten Sie im Hotel-Businessplan vermerken. Damit signalisieren sie spätestens im Finanzierungsgespräch Ihrem Gesprächspartner (Bankberater), dass Sie über das entsprechende Know-how verfügen. Das Thema „Recht“, angefangen vom Arbeits- und Jugendschutz über Personalrecht bis hin zu Steuer- und Vertragsrecht, muss Ihnen von Anbeginn an in allen relevanten Bereichen geläufig sein.

 

Hotel-Businessplan Tipp 5: Preisgestaltung und Marketing in der Hotellerie

 

Die Preisgestaltung

Ein Hotel zu betreiben, ist immer mit hohen Fixkosten vor allem bzgl. der Strom- und Personalkosten verbunden. Letztere sind abhängig vom Standard, den Sie bieten. Agieren Sie im High Level Bereich, sind diese um ein Vielfache höher als in einem Garni oder Budget-Hotel weil Spitzenkräfte immer übertariflich zu entlohnen sind. Bei einem Leasinghotel sind die vereinbarten Raten einzukalkulieren. Die Kalkulation und damit die Gewinnspanne der Küche variiert gleichfalls mit dem Niveau.

 

Das Marketing

Fernab der hohen Kosten, die dieser sensible Bereich verursacht, ist das Marketing für ein Hotel in der marktgerechten Ausrichtung vielschichtig zu betrachten. Ein aussagekräftiger und Interesse weckender Internetauftritt alleine reicht nicht aus. Auch dann nicht, wenn Ihre Hotelseite über eine gute und professionelle Verknüpfung verfügt. Ihr Eintrag in Portalen wie zum Beispiel hotelier.de mit mehr als 250.000 Unique Visitors führt dazu, dass Ihr Hotel von interessierten Personen gefunden wird.

Anzeigen in lokalen und regionalen Printmedien müssen durch Anzeigen in überregionalen Zeitschriften ergänzt werden. Von großer Bedeutung ist die Teilnahme an Hotelfachmessen sowie auf Tourismusmessen. Dort finden Sie die perfekte Präsentationsplattform inklusive dem Publikum, dass Sie ansprechen möchten. Damit Ihr Hotel in diversen Reisekatalogen angeboten wird, müssen Sie den Kontakt zu Reisebüros und Reiseveranstaltern aufbauen.

 


Hotel-Businessplan Bonustipp: Die Gästebindung

Als Gewohnheitswesen kommt der Mensch gerne dorthin zurück, wo er sich wohlfühlt. Diesen Status bei Ihren Gästen müssen Sie sich hart, verbunden mit hohen Kosten, erarbeiten. Zudem ist dafür Ihre ständige Präsenz erforderlich.
Wegen der hohen Priorität ist im Businessplan Hotel dem Bereich „Kundenbindung“ ausreichend Platz einzuräumen.

Die wichtigsten Punkte für die Erstellung Ihres Businessplanes Hotel sind hier dargelegt. Wenn wir Ihnen bei der Businessplanerstellung helfen können oder wenn Sie direkt Ihren Businessplan von uns erstellen lassen möchten, können Sie gerne auf uns zukommen.