Businessplan Fotograf

Wie in jeder Branche in der man sich selbstständig machen möchte, braucht auch der Fotograf einen Businessplan. Dieser will mit reiflicher Überlegung und Konkretisierung der eigenen Ziele, sowie Feststellung der Gegebenheiten und Umständen erstellt werden. Unser Tipp: Studieren Sie gleich nach der Lektüre dieses Artikels unsere Finanzplan-Vorlage sowie einige der Businessplan-Beispiele auf unserer Website.

Ein Fotograf-Businessplan wird nicht nur zur Vorlage bei Banken zum Thema „Finanzierung und Startkapital“ benötigt, sondern hilft auch bei der Selbsteinschätzung und Organisation des Vorhabens „Selbstständigkeit„.

Im nachfolgenden Interview: Charakteristiken des Businessplans für einen Fotograf.

 

Businessplan für den Fotograf: Besonderheiten und Ideen

Gerade im Bereich der Fotografie gilt es viele Faktoren von vornherein zu klären, abzugrenzen und in die Gründung mit einzubeziehen. Da es den Ausbildungsberuf des Fotografen und sogar mehrere Studiengänge in der Branche gibt, ist es in erster Linie wichtig, sich ein gewisses Grundwissen anzueignen, mit dem man sich von Anfang an einen guten und seriösen Ruf aufbauen und sichern kann.

Für die Erstellung den Fotografie-Businessplans kann und sollte man sich bei Abwesenheit kaufmännischen Wissens Hilfe suchen. Seien es Experten auf dem Gebiet der Existenzgründung oder in Form von Seminaren und Fortbildungen zu diesem Thema. Fortbildung kann weit über die Erstellung des Businessplans hinaus hilfreich für den Weg in die Selbstständigkeit sein.

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Businessplan Fotograf Tipp 1: Der Blick auf den gewählten Markt

Der durchschnittliche Jahresumsatz eines Fotografen liegt bei 155.000 €. Es gibt aber durchaus auch Fotografen die deutlich mehr oder deutlich weniger erwirtschaften. Die Hauptsaison für Fotografen ist um die Weihnachtszeit herum. Die Preise, welche Fotografen für ihre Bilder verlangen, schwanken sehr stark, was auf einen Markt hindeutet, in welchem man sehr konkurrenzfähig sein muss.

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Businessplan Fotograf Tipp 2: Die Zielgruppe und das Angebot

Im Bereich der Fotografie ist das Angebot geradezu grenzenlos. In erster Linie sollte überlegt werden, wen oder was man fotografieren und was man damit bezwecken möchte.

Natur- und Landschaftsfotos? Spezialisiert man sich darauf, muss allerdings bedacht werden, dass der Kundenstamm recht klein ist, da die wenigsten Menschen für Landschaftsfotos einen Fotografen beauftragen oder Landschaftsfotos käuflich erwerben.

Fotoshootings mit Haustieren oder Menschen? Fotoshootings sind wohl, neben professionell aufgenommenen Bewerbungsfotos, der häufigste Grund einen Fotografen aufzusuchen. Sie eignen sich ideal als Geschenk für Familie und Freunde, aber auch als Dekoration für die eigenen vier Wände. Hier muss beachtet werden, dass der Kundenstamm zwar deutlich größer, die Arbeit aber auch deutlich anspruchsvoller ist. Gerade das Fotografieren von Tieren benötigt eine Menge Geduld und eine gute Taktik, um das perfekte Foto zu schießen.

Fotograf für Veranstaltungen? Neben Fotoshootings im eigenen Fotostudio ist ein Angebot als buchbarer Fotograf für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Taufen oder Geburtstagen ein produktiver Nebenbestandteil der Arbeit als Fotograf. Hierbei ist der Zeitfaktor allerdings zu berücksichtigen. Anreise, Anwesenheit auf der Veranstaltung und das Mitbringen des benötigten Materials sind häufig ein hoher Aufwand.

Auch sollte man sich Gedanken um zusätzliche Sonderaktionen für Kunden machen, um die Aufmerksamkeit von eventuellen Neukunden auf sich zu ziehen und seinen Kundenstamm zu vergrößern.

 

Businessplan Fotograf Tipp 3: Konkurrenzsituation

Natürlich muss man sich in einem Businessplan für einen Fotografieservice auch mit der Konkurrenz auseinandersetzen um seine Marktchancen sachlich zu analysieren und realistische Prognosen stellen zu können.

Hierzu gehört auch eine ausführliche Standortanalyse: Wo wird der Laden eröffnen? Wo ist der beste Standort? Wie viel Konkurrenz habe ich dort zu erwarten? Welche potenziellen Kunden finde ich dort?

Die Konkurrenz muss genauestens betrachtet werden: Welche Produkte oder Dienstleistungen bietet sie an? Welcher Preisklasse gehört sie an? Wie ist die Qualität ihrer Waren und Dienstleistungen? Welchen Ruf hat sie?

Gerade die Fotoindustrie ist eine sehr harte und umkämpfte Branche. In der heutigen Zeit werden Fotografen häufig durch die immer besser werdenden Smartphone-Kameras inklusive Fotobearbeitung abgelöst, weswegen es elementar ist, Konkurrenzfähigkeit zu zeigen und sich von der Masse abzuheben.

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Businessplan Fotograf Tipp 4: Die rechtlichen Rahmenbedingungen

In der Fotoindustrie muss man sich zwar, im Gegensatz zur Gastronomiebranche, nicht mit einer Ausschanklizenz auseinandersetzen, aber auch hier gilt es die rechtlichen Rahmenbedingungen zu achten.

Wichtig hierbei ist vor allem der Datenschutz und das Recht am eigenen Bild. Bevor man sich endgültig als Fotograf selbstständig macht, sollte man über diese relevanten gesetzlichen Regelungen unbedingt bestens Bescheid wissen. Andernfalls riskiert man, sich strafbar zu machen und vor Gericht zu kommen. Ein wichtiger Aspekt auch, wenn man vor hat, Video-/Fotodrohnen zur Erstellung von Luftbildaufnahmen zu machen.

 

Businessplan Fotograf Tipp 5: Preisgestaltung und Marketing in der Fotoindustrie

Auch als Fotograf sollten Marketing- und Preisstrategien gut durchdacht werden. Hier drängen sich Fragen auf wie: Mache ich Werbung? Wenn ja, wo und wie mache ich Werbung? Womit werbe ich? Wie halte ich meine Preise? Wie verändere ich diese und passe sie an?

Sowohl bei der Preisgestaltung als auch im Marketing gibt es die verschiedensten Methoden und Taktiken um höchstmögliche Umsätze zu erzielen.

Elementar ist hierbei die Frage, ob man gute Qualität zu dementsprechenden Preisen anbietet, und somit einen recht gut situierten Kundenstamm aufbauen möchte, oder ob man etwas schlechtere Qualität, dafür aber auch zu deutlich günstigeren Preisen anbietet und dadurch auf einen vielfältigen und großen Kundenstamm abzielt.

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Wir hoffen, dass dieser kurze Einblick in die Gedanken, die Sie bei der Erstellung Ihres Fotografen-Businessplans haben sollten, Ihnen geholfen hat. Neben den Ideen in dieser Anleitung, sollten Sie unsere jeweiligen Artikel zum Thema Businessplan-Bestandteile und unsere Tipps zum Existenzgründerzuschuss beachten.